Kurzer Rückflug:
Was heute kaum noch jemand weiß: Bis 1951, sechs Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs – war Segelfliegen hierzulande verboten. Erst dann erteilten die Alliierten Deutschland wieder eine Erlaubnis. Mit Höchstgeschwindigkeit gründete sich bereits 18 Tage nach der Freigabe der LSC Condor. Treibende Kraft war Cuno Wendt. Er wurde der erste Erste Vorsitzende und blieb es39 Jahre lang. Der hauptberufliche Volksschullehrer wusste, warum,
Zitat: „Der Segelflug ist die Verwirklichung der uralten Flugsehnsucht der Menschen.“
Was bei der Gründung des Vereins allerdings noch fehlte, waren sowohl ein geeignetes Fluggerät als auch ein Flugplatz. Also fast alles außer motivierten Vereinsmitgliedern: Die halfen sich dann flugs selbst und bauten – damals in Keitum auf Sylt – das erste Flugzeug
des LSC Condor in Eigenarbeit: Ein Schulgleiter vom Typ SG 38. Mit der eigenen Platzrunde hat es noch gedauert. Geflogen wurde trotzdem: Mal auf dieser, mal auf jener geeigneten Flugfläche in der Region. Oft waren es mit Zustimmung des jeweiligen Bauern landwirtschaftliche Weiden. Das bedeutete auch: Vorfahrtregeln zwischen Vieh und Fliegern mussten direkt vor Ort geklärt werden.
Dann die Landung in Grube: Nachdem der Kreis 1967 kommunalpolitische Unterstützung zugesagt hatte, fand Cuno Wendt das 10 ha große Gelände in Ost-West-Ausrichtung nördlich von Grube, auf dem sich der Flugplatz noch immer befindet.
Auch die 1000 qm große Halle mit einem Tower und Clubräumen entstand Ende der Sechziger Jahre in Vereinsarbeit. Heute bedarf es etwas Geschick beim Ein- und Ausräumen, denn die Halle beherbergt neben mehreren Segelflugzeugen eine Cessna, zwei
Motorsegler und zwei Ultraleichtflugzeuge. Alle Flieger dienen auch als Schulflugzeuge, denn die Ausbildung von Pilotinnen und Piloten ist bis heute ein zentraler Schwerpunkt des LSC Condor. Noch viel mehr Wissenswertes findet sich hier, in einem lesenswerten Artikel von Dr. Volker Wendt über die Geschichte des Vereins.

.png)










